Geschichte
Geschichte der VIGW Ende der 60-iger Jahre gab es, mit Ausnahme einiger grösserer Städte, kaum organisierte Installationskontrollen und noch weniger entsprechend ausgebildete Kontrolleure in den Gas- und Wasserversorgungen. Diese Lücke haben die damaligen Werkdirektoren der Städtischen Werke Winterthur und Schaffhausen, die Herren Trüb und Schäfer, erkannt, und beschlossen im Rahmen der VOW (Vereinigung Ostschweizerischer Wasserwerksleiter) erstmals, versuchsweise Kontrolleurkurse durchzuführen. René Geyer und Otto Bodmer haben den Stoff erarbeitet und zwischen 1970 und 73 je einen Kurs für Gas und Wasser durchgeführt. Von den damaligen 13 bezw. 22 Kursteilnehmern sind heute immer noch einige dabei. Aus diesem Kreis kam dann auch der Wunsch zukünftig einen regelmässigen Gedankenaustausch unter den Kontrolleuren zu pflegen. Die Kurslehrer haben diesen Gedanken aufgegriffen. Nach den entsprechenden Vorbereitungen wurde dann am 5. März 1975 in Romanshorn die Vereinigung Ostschweizer Installateure gegründet, und Otto Bodmer zum Obmann gewählt. Von den Kontrolleuren wurde diese neue Vereinigung sehr begrüsst, nicht aber von allen Werkleitern. Von dieser Seite waren auch klare Oppositionsstimmen laut geworden. Die VOW hat dann auch an einer Ihrer Sitzungen unser Organisationskonzept und den Antrag für eine Zusammenarbeit abgelehnt. Eine Umfrage bei 75 Werken im Einzugsgebiet der Ostschweiz hat uns aber doch ermutigt, haben doch 3/4 davon Ihr Interesse an unserer Organisation bekundet. Einfach waren die ersten Jahre unserer Vereinigung aber trotzdem nicht. Dank dem unermüdlichen Idealismus und Einsatz des Vorstandes hat die VOIK diese Zeit aber trotzdem gut überstanden. Das Bedürfnis der Kontrolleure für Weiterbildung, Information und Gedankenaustausch war gross und hat sich durch die Teilnehmerzahlen an unseren Veranstaltungen bestätigt. Im Jahre 1976 sind die damals überarbeiteten Wasserleitsätze W3 veröffentlicht worden. Dies war der erste Prüfstein für unsere Vereinigung, war es doch das Ziel, dieses Regelwerk, zumindest für die Kontrolleure einheitlich zu interpretieren und zu erläutern. Diese Tagung war ein großer Erfolg und wurde von allen Seiten entsprechend gewürdigt. Sie hat auch aufgezeigt dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Aus der Vorbereitung zu dieser Tagung hat sich eine sehr erfreuliche Zusammenarbeit zwischen der VOIK und dem SVGW entwickelt. Auf der Wasserseite waren es vor allem die Herren U.Rapold und R.Haas die uns in allen Belangen von Anfang an unterstützt haben. Auf der Gasseite lies eine derartige Zusammenarbeit in den ersten Jahren einiges zu wünschen übrig. Mit dem Eintritt von Herrn H.J.Lüscher ins TISG hatten wir aber auch auf diesem Gebiet eine Anlaufstelle die sich unseren Problemen annahm und bereit war mit uns enger zusammenzuarbeiten. 1982 wurden die Kontrolleurkurse der Neuzeit - wenn ich dem so sagen darf - ins Leben gerufen. Der SVGW bestellte eine Unterkommission unter der Leitung von Herrn K.Jost, Basel, mit dem Auftrag, Konzept und Stoff für eine Kotrolleurenausbildung zu erarbeiten. Erfreulich war die Tatsache, dass für die Zusammenstellung und die Vermittlung des Stoffes alles aktive Mitglieder unserer Vereinigung berufen wurden. Es waren dies die Herren Otto Bodmer und René Périsset sowie der Schreibende. Ein zweiwöchiger Pilotkurs ging bereits 1983 im Seewasserwerk Lengg in Zürich über die Bühne. Die Teilnehmer äusserten sich ausnahmslos positiv oder sogar begeistert über diesen Kurs. Die Zusammensetzung der Absolventen war interessant, waren doch vom Sanitärmonteur mit Weiterbildung bis zum Maurerpolier alle möglichen Berufe vertreten. Die Kursreferenten verstanden es aber sich auf diese unerwartete Situation einzustellen. Aus den Erfahrungen dieses Kurses, wurde der Stoff und die Kursdauer immer wieder den Bedürfnissen der Kontrolleure und dem Stand der Technik angepasst. Bis heute sind insgesamt 6 Kontrolleurkurse durchgeführt worden. Ca 70 Teilnehmer haben diese besucht und mit wenigen Ausnahmen auch die Abschlussprüfungen bestanden. In guter Zusammenarbeit zwischen SVGW und VIGW wurde hier eine wichtige Weiterbildungsmöglichkeit geschaffen. An der Jahresversammlung 1985 ist Otto Bodmer nach 10 Jahren als Obmann der VOIK zurückgetreten, da er bereits im Frühjahr zum Präsidenten des Schweizerischen Brunnenmeisterverbandes gewählt wurde. Es ist nicht möglich alle seine Verdienste für unsere Vereinigung hier in diesem Rückblick zu würdigen. Es ist mir aber ein Bedürfnis Ihm an dieser Stelle für seine wertvolle Arbeit nochmals herzlich zu danken. 1986 wurde eine Kommission einberufen, mit dem Auftrag, einen Kurs vorzubereiten um die überarbeiteten Wasserleitsätze W3 erstmals in der ganzen Schweiz einheitlich einführen zu können. Unserer Organisation wurde die Vorbereitung des allgemeinen Teils übertragen. Nach einer Referentenschulung, die ausschliesslich von Mitgliedern des Fachlehreverbandes und unserer Vereinigung durchgeführt wurde, hat dann eine grosse Zahl von regionalen Einführungskursen für die Sanitärfachleute stattgefunden. Die VIGW hat auch hier einen kompetenten und wertvollen Beitrag zur Aus- und Weiterbildung von Installationspersonal geleistet. Im Laufe der Jahre hat die VOIK ihre anfänglichen Startschwierigkeiten überwunden. Dies zeigte sich einerseits durch die stetig steigenden Teilnehmerzahlen an unseren Tagungen, andererseits aber auch durch unsere Mitarbeit bei Regelwerken und den Kontrolleurkursen. Von den Werken wurde erkannt, dass in unserer Vereinigung gute und sinnvolle Arbeit für die Weiterbildung und Unterstützung der Kontrolleure geleistet wurde. Die Tätigkeit der VOIK hatte eine Lücke ausgefüllt die von keinem Programm anderer Verbände oder Organisationen abgedeckt war. Die VOIK war, gebunden durch das Organisationskonzept an die Region Ostschweiz gebunden. Ausgelöst durch die Kontrolleurkurse sowie durch unsere interessanten Veranstaltungen, wurde aber immer mehr der Ruf laut, unseren Wirkungskreis auch auf die übrige deutschsprachige Schweiz auszudehnen. Der Schreibende hat diese Anregungen aufgenommen und zusammen mit dem Vorstand ein entsprechendes Konzept und einen Statutenentwurf ausgearbeitet. Gegen den Namen "Schweizerischer Verein" ist uns aber dann aus den eigenen Reihen Opposition erwachsen. Der Vorstand hat deshalb den Statutenentwurf überarbeitet und die neue Fassung an der 13. Jahresversammlung am 19. Januar 1989 den Teilnehmern vorgelegt. Die Versammlung hat die neuen Statuten einstimmig genehmigt. Neben der Ausdehnung des Tätigkeitsgebietes und dem Namen wurde auch die Möglichkeit einer klaren Mitgliedschaft eingeführt. Gleichzeitig haben wir auch das heutige allseits bekannte Logo eingeführt. Die Erweiterung des Vorstandes von 3 auf 5 Mitglieder erfolgte bereits ein Jahr früher. Analog den Wasserleitsätzen wurden 1989 auch die überarbeiteten Gasleitsätze G1 und die Richtlinien für Gasheizungen G3 in der ganzen Schweiz einheitlich eingeführt. Unsere Vereinigung hat mit der Ausarbeitung des allgemeinen Teils wiederum einen wesentlichen Beitrag leisten können. 1990 haben wir mit einem Signet auch unser neues Erscheinungsbild vorstellen können. In diesem Jahr sind wir auch Mitglied des SVGW geworden. Insgesamt hat unsere Vereinigung in den vergangenen 15 Jahren 42 Veranstaltungen durchgeführt. Es waren dies: 15 Arbeitstagungen und Kurse 12 Informationstagungen 15 Jahresversammlungen Eine Bilanz auf die wir sicher auch etwas stolz sein dürfen. Ohne die Unterstützung der Werkleiter, des SVGW, vieler Firmen und nicht zuletzt unserer treuen Mitglieder, hätten wir diese Ziele nicht erreichen können. Ohne die unzähligen Namen hier einzeln zu erwähnen, ist es mir ein Anliegen, Ihnen allen für Ihren Einsatz ganz herzlich zu danken. Der Vorstand hofft auch in Zukunft auf Sie alle zählen zu dürfen. Es wird weiterhin das Ziel der VIGW sein, durch Information und Weiterbildung, die Kontrolleure in Ihrer Arbeit zu unterstützen und damit die Sicherheit von Gas- und Wasserinstallationen zu optimieren.